Key Visuals – Bezug und Produkt

michelin_onwaystars-300x200Key Visuals sind wie der Name schon sagt, Mittel um einen direkten Schlüsselbezug zu einem Produkt oder einer Dienstleistung zu visualisieren. Typische Beispiele sind bei der Marke Milka die lila Kuh, bei Michelin das Michelin Männchen. Ohne direkte Eigeninformation ergeben sie eine klare Vorstellung und Verbindung zum umworbenen Produkt. In den meisten Fällen handelt es sich bei Key Visuals um Personifizierungen bestimmter, mit dem Produkt in irgend einer Weise interagierenden Gegenstände, Tiere oder Personenfiguren. Key Visual treten so auch in allen Formen der Medien auf – in Illustrationen, im Web, als Fotografie oder in einem Video. Vor allem der audio/visuelle Medienkanal wird gerne als Erstaufbereitung eines Key Visual genutzt um so eine klare und agierende Vorstellung zu vermitteln.

Anders als bei reiner Textinformation oder einem Logo, hat das KV einen klaren und direkten Bezug zum Produkt selbst, muss diesen Bezug aber nicht mit dem Unternehmen teilen (Beispiel.: Dachmarkenmarketing).

Bei der Wahl von Key Visuals gibt es grundsätzlich einige Regel zu Beachten:

1. Plausibilität

Beim Entwickeln sollte man die Kundenbrille aufsetzen, der Betrachter soll gleich verstehen können worum es geht und worum geworben wird – vor allem: worin der Vorteil liegt wenn er sich das Produkt zu eigen macht (Identitätskauf: Bsp.: Magnum – Eis essen ist sexy). Bei abstrakten Key Visuals ist hier der Aspekt der Verständlichkeit ein eher ruforientierter Ansatz. Abstrakte Visuals sind erst dann zu empfehlen wenn ein wirklicher Grund dafür nahe liegt (Kunstgewerbe etc.) oder wenn der bestehende Ruf des Unternehmens bereits genügend Publikum erreicht hat um es dem Verbraucher einfach verständlich zu machen um welches Unternehmen es sich handelt und um so eine gewisse Neugier zu generieren.

 

2. Konserven vermeiden

Die Analyse der Konkurrenz und das darauf folgende Erstellen eines sich klar vom Markt unterscheidenden Key Visuals sind ebenso unvermeidbar wie das Eintreffen der Gezeiten. Ein unüberschaubares Design des Key Visuals kann in solch einem Fall auch der Schlüssel zur Einzigartigkeit sein und so das Interesse des Verbrauchers wecken. Welcher Effekt erzielt wird, hängt schließlich von der Aufmachung ab. Essentiell ist zu sagen das Wiederholungen und zu starke Ähnlichkeiten mit anderen Key Visuals vermieden werden sollten.

 

3. Anwendbarkeit

Key Visuals sollten in allen Medien und Medienkanälen anwendbar sein. Typische Einsatzgebiete sind Printmedien, Screenmedien, Giveaways und Audio/Video-Medien. Des weiteren sollten sie auch in allen Formaten zugänglich sein, sodass ein qualitativ hochwertiges und einheitliches Werbebild entsteht.

 

4. Gefühle ansprechen / Emotionen attributieren

Gestalten Sie ihr KV emotional, sodass beim Betrachter die nötigen Grundregeln der AIDA-Formel (Attention, Interrest, Desire, Action) berücksichtigt werden. Diese hängen grundsätzlich mit den Emotionen im Bezug zum Produkt zusammen.

Die in einem Key Visual gezeigten Emotionen, werden mit der Marke in Verbindung gebracht. Da dieser Vorgang langfristiger Art ist, ist es auch nötig ebenso zeitlos zu planen und möglichst immer gleichbleibend zu werben. Dies ist gleich zu stellen mit der Bildung eines Rufes. Attribute und emotionale Zuordnungen werden direkt auf die Marke übertragen.

 

5. Akzeptanz prüfen / Akzeptanz schaffen

Bevor ein Key Visual verabschiedet wird, sollte man zunächst prüfen ob die Zielgruppe eine Grundakzeptanz für das gewählte Key Visual aufbringt. Sollte das nicht der Fall sein sollten Alternativen entwickelt werden oder bereits parat liegen.

Die direkte Einbindung der Zielgruppe oder die direkte Nutzung der Zielgruppe selbst kann hier das KV sein, welches wieder der Einzigartigkeit zuspielt. Richtig verwendet kann so sogar eine Identitätsbildung in Verbindung mit Visual, Logo und Namen entstehen.

 

6.Einzigartigkeit

Bei einem Key Visual sollte man ungewöhnliche und einzigartige Ideen entwickeln, um in der Menge von Werbebotschaften aufzufallen und wahrgenommen zu werden. Das Untergehen am öffentlichen Markt ist wegen der großen Vielfalt eine leider sehr große und reelle Gefahr, welche nur durch gute, klare und strukturierte Planung, Arbeit und Entwicklung der Einzigartigkeit umgangen werden kann. Ist die Einzigartigkeit erstmal erlangt ist eine der größten Schritte des Key Visuals geschafft.

Einzigartigkeit kann nicht nur durch das Motiv an sich generiert werden, ebenso wichtig ist die Art des Auftretens und der Einbindung. Hier können verschiedenste Stilmittel eingesetzt werden (Zielgruppen- und Marktsegmentpositionierung, umgebene Gestaltung, Musik, Image, usw.)

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